2025-12-12 – Korinth

(37.940138, 22.938619)

Nach zwei Tagen bin ich weitergefahren, zunächst zum Einkaufen bei Lidl und weiter zum Hafen. Hier bleibe ich erstmal übers Wochenende stehen.

 

Der Lidl-Parkplatz hat keine Parkplätze ohne die Sonnenschutz-Dächer. Wenn nicht viel Betrieb ist, kann man am Rand vor den Dächern stehen bleiben. Zurzeit ist dort auch eine kleine Baustelle, aber irgendwie klappt es immer.

 

Der große Parkplatz am Hafen ist ziemlich voll. Ich habe mich etwas an den Rand an den Grünstreifen gestellt.

 

37.925674, 22.932073 Lidl – 8 km

Hafen - 3 km

 

Gefahren: 11 km

 

2025-12-14 – Loutraki – Perachora

(37.985116, 22.96032)

Ein absolut super Plätzchen ist das hier. Man hört nur das Plätschern des Wassers und hat einen Blick auf Loutraki.

 

Man hat den Eindruck, der ganze Ort ist unterwegs. Deshalb habe ich auch gar nicht erst probiert, auf den städtischen Parkplatz zu kommen und bin direkt hierhin gefahren.

 

Die Zufahrt ist etwas eng, aber machbar. Kommt man von der anderen Seite, kann man die spitzwinkelige Einfahrt umgehen, indem man nur wenige Meter weiter auf einem Parkplatz wenden kann. Jetzt sind ein paar Tage Ruhe angesagt.

 

Nach ein paar fotografischen Spielereien am Platz habe ich gegen Mittag auf Irmi und Ben gewartet.

 

Am späten Nachmittag sind wir mal in Richtung Loutraki gegangen und haben beim ersten Restaurant Stopp gemacht.

 

Wir haben etwas getrunken und Moussaka gegessen und gefragt, ob sie am Heiligabend geöffnet haben. Ja sie haben geöffnet.

 

Gefahren: 12 km

 

Wir haben einen weiteren Tag relaxt bzw. ich habe ein paar Büroarbeiten erledigt und weiter an meinem zweiten Dreieckstuch gehäkelt. Meinen Füßen gönnte ich ein angenehmes Fußbad im Meer. Das war eine Wohltat für meine Füße.

 

2025-12-19 – Perachora

(38.029394, 22.893917)

Nur 14 km führte uns heute unser Weg zur nördlichsten Spitze am Golf von Korinth zu einer Lagune, dem Vouliagmeni Lake.

 

Sie hat für kleine Boote einen schmalen Zugang zum Meer und besteht aus Salzwasser.

 

Es ist ein absolut ruhiges Fleckchen Erde, wo ich sicherlich nochmal hinkomme.

 

Heute habe ich das erste Mal mein Fahrrad runtergeholt und einen Teil der Lagune sind wir gemeinsam abgefahren. Die Lagune ist zu jeder Jahreszeit ein Ort der Erholung und liegt an der berühmten archäologischen Stätte des Heraions am Kap Melagavi. Vom Archäologen J. Fossey von der British School of Archaeology wurde diese Siedlung aus der frühhelladischen Zeit entdeckt. 

 

Vouliagmeni Lake (Luftaufnahme aus dem Internet)

Von oben sieht man ein großes, geschlossenes Wasserbecken in der Sonne glitzern.

 

Anschließend fährt man hinab und folgt der Küstenlinie: Im Sommer sieht man hier Strände, angelegte Boote, Sonnenschirme, Kanus und belebte Restaurants.

 

In der Antike trug die Lagune den Namen Eschatiotis, aber auch Gorgopis, nach Gorgi, der Tochter von Megareas, die darin ertrank, als sie vom Tod ihrer Kinder erfuhr. Schließlich setzte sich der Name Vouliagmeni (die Versenkte) durch, der auf die Entstehung der Lagune durch die grabenartige Bodensenkung zurückzuführen ist.

 

Ihr Wasser ist salzig. Sie hat eine Breite von 1 km und eine maximale Tiefe von 40 m. Das Gerätetauchen ist verboten, aber man kann beim Schnorcheln seltene kleine Fische und Weichtiere sehen, während es in der Tiefe viele Seesterne gibt.   

 

Am Rande der Lagune befindet sich ein 6 m breiter Kanal, der Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Durch ihn strömt dank Ebbe und Flut Wasser aus dem Korinthischen Golf in die Lagune, so dass ihr Wasser erneuert wird.  

 

Unter dem gleichen Namen gibt es südlich von Athen auch einen See, der entstanden ist durch unterschiedliche Strömungen und unterirdische Höhlen.

 

Am nächsten Tag sind wir in die andere Richtung gefahren, um uns die Kapelle anzusehen. Von außen ist sie neu gestrichen und von innen wird sie noch renoviert. Auch hier kann man mit dem Wohnmobil auf einem größeren Platz stehen bzw. man kann sogar bis zu einem Parkplatz vor dem Leuchtturm fahren.

 

Es ist immer noch trocken, obwohl der Wetterbericht Regen angesagt hat. Aber es ist irgendwie ungemütlich kühl geworden. Ob ich heute nochmal eine Fahrradtour mache, weiß ich nicht, denn ein Blick vom Leuchtturm lohnt sich bei diesigem Wetter nicht.

 

Wir haben die Fahrradtour zum Leuchtturm auf den nächsten Tag verschoben, denn heute strahlt wieder die Sonne. Wir kommen bis zu dem Parkplatz, von wo wir aus nur noch zu Fuß gehen können. Hier gibt es auch den Zugang zur archäologischen Ausgrabungsstätte. Der Weg zum Leuchtturm war allerdings steinig und holprig und das wollten wir alle nicht riskieren. Nach der Rückkehr sind wir zum letzten Mal ins Restaurant gegangen.

 

Gefahren: 14 km

 

2025-12-24 – Loutraki – Perachora

(37.982703, 22.97009)

Obwohl die Bedienung im Restaurant sehr freundlich war, wollten wir zum Heiligabend nicht dort bleiben. Die Speisekarte hatten wir komplett durch und von daher gab es nichts Besonderes für heute.

 

Ich stehe jetzt auf einem Parkplatz am Straßenrand (am ehemaligen Thermalbad) in der Nähe des Restaurants, wo wir heute Abend essen gehen wollen. Ben und Irmi sind wieder auf den Platz gefahren, wo wir vor ein paar Tagen standen. Es war ein sehr angenehmer Abend, der bis in die späten Abendstunden gedauert hat.

 

Gefahren: 14 km

 

2025-12-25 – Archaia Korinthos

(37.89844, 22.8954)

In der Nacht hat es stark geregnet, so dass ich Störungen im Fernsehen hatte.

 

Am nächsten Morgen strahlt wieder die Sonne und der Himmel ist azurblau mit ein paar schwachen Wolken.

 

Ich bin heute mit Lisa und Helmut im Camperstop „Fanaria“ verabredet. Ben und Irmi sind für einen Tag noch mit nach Akrokorinth gefahren, allerdings kamen Lisa und Helmut erst einen Tag später.  Am Abend habe ich schon nette Leute kennengelernt und bei Sofia gab es heute ein tolles Weihnachts-Menü.

 

Von hier hat man den tollen Blick auf die Festungsanlage.

 

Akrokorinthos (auch „Oberes Korinth“genannt) ist ein seit der Antike befestigter Ort, der sich auf einem 575 m hohen Tafelberg in der Nähe der antiken Stadt Korinth in Griechenland befindet. Die Festungsanlage war die Akropolis und der höchste Punkt der antiken Stadt.

 

Vermutlich schon in der Jungsteinzeit kamen zumindest zeitweise Menschen nach Akrokorinth. Man wählte das hochgelegene Plateau, das durch Süßwasserquellen genügend Trinkwasser bereitstellte und die umliegende Gegend strategisch dominierte.

 

Vom Akrokorinth aus konnten der Isthmus von Korinth und dessen fruchtbare Ebenen überwacht werden. Die Wahl dieses Standortes stellte sich als hervorragend geeignet heraus, da die später ausgebaute Festung der Bevölkerung und ihren Herrschern bis ins späte Mittelalter diente.

 

Ab heute bleibe ich bis zum neuen Jahr hier auf dem Camperstop. Ich verabschiedete mich von Irma und Ben, sie wollen weiter in den Süden und nach Kreta übersetzen.

 

Wieder war es ein gemütlicher Nachmittag mit gutem Essen. Es ist einfach eine tolle Atmosphäre im Restaurant. Heute gab es Goldbrasse auf Bestellung mit Brokkoli und Dessert sowie zum Probieren Marliza. Das sind kleine gegrillte Fische, vergleichbar mit gegrillten Sardellen, aber fleischiger und besser.

 

Am nächsten Tag wurde es gegen Mittag etwas windiger.

 

Zum Essen gab es Schweinesteaks mit sehr leckeren Bratkartoffeln und Gurken, dazu habe ich mir noch Tsatsiki und eine Karaffe Rosé bestellt.

 

Noch immer sortiere ich den ganzen Tag im Wohnmobil und räume um. Arbeiten am Computer habe ich ebenfalls genügend, es wird mir nie langweilig. Zwischendurch gönne ich mir mal eine Pause und setze mich in die Sonne nach draußen.

Lisa und Helmut treffen ein. Sie bleiben ebenfalls über Silvester und Neujahr hier zum Feiern.

 

Am Silvesterabend sind wir etwas später zum Essen gegangen, wir wollen ja die Nacht bzw. den Jahreswechsel durchhalten.

 

In diesem Jahr war es irgendwie anders bei Sofia. Es waren nicht so viele Leute da, es wurde griechische Musik gespielt und keiner hat getanzt. Ein Besucher von den Wohnmobilen hat ein kleines Feuerwerk gemacht, was ich persönlich nicht so gut fand. Mit Sekt haben wir dann erst später angestoßen. Es war ein netter Abend, auch wieder mit gutem Essen, aber eine richtige Stimmung kam nicht auf.

 

2026-01-01

Der erste Tag im neuen Jahr war ein absoluter Relaxtag. Sogar das Restaurant hatte geschlossen, weil es allen Mitwirkenden sehr schlecht ging. Dafür habe ich dann diesen tollen Himmel erwischen können, bevor ich mir selber was gekocht habe.

 

Am zweiten Tag habe ich einen Waschtag eingelegt und meine Wäsche konnte noch in der Sonne trocknen. Abends nach dem guten Essen habe ich ein wenig über den Durst getrunken. 1 l Rosé und das Glas Tsipouro waren dann doch zu viel.

 

Erst am dritten Tag habe ich mein Bett frisch bezogen. Jetzt muss die Wäsche noch gewaschen werden. Da ich kein Frühaufsteher bin, hatte ich Pech und alle Waschmaschinen waren belegt. Zwei weitere Wohnmobile sind gekommen und benutzen alle Maschinen. Erst am Abend konnte ich die Waschmaschine benutzen und nach dem Essen habe ich die Wäsche auch noch in den Trockner tun können. Sie wurde leider nicht schranktrocken.

 

Der nächste Tag bot sich an, es ist ein strahlender Sonnentag und angenehm windig. Meine restliche Bettwäsche hing ich auf Leinen, damit sie schnell an der Luft trocknen konnte. Jetzt bin ich geduscht, habe alles aufgeräumt und gehe gleich zum letzten Mal essen.

 

Morgen geht es weiter, erstmal zum Einkaufen und dann bleibe ich noch einen Tag in Korinth am Hafen stehen. Zum Abendessen gab es heute einen Schmortopf aus Schweinefleisch und Champignons mit Sauce, dazu Fritten, und den Nachtisch habe ich nicht definieren können, war aber sehr lecker.

 

Gefahren: 21 km

 

2026-01-05 – Korinth

(37.940138, 22.938619)

Ein letzter Abschiedsgruß bei Maria und Sofia, dann fuhr ich noch Gas tanken (die Tankstelle liegt nur 2 km nördlich vom Stellplatz entfernt) und weil ich einen halb vollen Dieseltank hatte, habe ich mir mal überlegt, Diesel premium nachzutanken.

 

Nachdem ich bei Lidl eingekauft und meinen Kühlschrank etwas aufgefüllt habe, bleibe ich jetzt im Hafen von Korinth stehen.

 

Der Golf von Korinth ist eine langgestreckte Bucht des Ionischen Meeres zwischen Roumelien (Zentralgriechenland) im Norden und dem Peloponnes im Süden.

 

Begrenzt wird er im Osten durch den Isthmus von Korinth und im Westen durch die zum Golf von Patras führende Meerenge von Rio-Andirrio, die seit 2004 von der Rio-Andirrio-Brücke überbrückt wird. Benannt ist er nach der wichtigen Hafen- und Handelsstadt Korinth.

 

Seine Länge beträgt 127 Kilometer, seine Breite 8,4 bis 32 Kilometer und seine Tiefe bis 930 Meter. Am Ende des Golfs von Korinth verbindet seit 1893 der Kanal von Korinth das Ionische Meer mit der Ägäis.

 

Der Golf von Korinth entstand durch die westwärtige Verschiebung der Anatolischen Platte gegenüber der Eurasischen Platte, die sich beide mit 10 mm pro Jahr gegeneinander bewegen. Dadurch kommt es in dieser Gegend relativ häufig zu Erdbeben.

 

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, war ich mehr als überrascht. Der Parkplatz hier ist riesengroß und war voll belegt. Ich denke, in der angrenzenden Kirche wurde heute Dreikönigstag gefeiert. Es ist Brauch, am Vorabend des 6. Januar in der Kirche das Wasser zu weihen, am nächsten Tag wird es im Freien gesegnet. Das war auch der Grund, weshalb hier alles auf den Beinen war. Am Nachmittag habe ich einen kleinen Rundgang gemacht und gesehen, dass viele Restaurants geöffnet hatten.

 

Gefahren: 8 km

 

2026-01-07 – Lamia

(38.887408, 22.447528)

Obwohl ich eigentlich weiter in den Süden wollte, habe ich mich mit Wolf, der aus Thessaloniki kommt, auf halbem Wege treffen wollen. Dadurch gab es für mich den Zwischenstopp in Lamia. Ich habe wieder auf dem Lidl-Parkplatz übernachtet und nahm erneut die Gelegenheit wahr, in den großen China-Basar zu gehen.

 

Gefahren: 249 km

 

2026-01-08 – Larissa

(39.646944, 22.411519)

Der Weg nach Larissa war für mich nicht neu, hier war ich jetzt mit Wolf verabredet.

 

Was ich aber auf dem Weg dorthin entdeckt habe, war ein kleiner Hinweis auf IKEA.

 

Das war schon sehr merkwürdig, denn damit habe ich nicht gerechnet.

 

Es war noch früher Nachmittag und Wolf wollte unbedingt mal durch ein Einkaufszentrum schlendern. Aber da war gar nichts los und er hat auch nichts gefunden. Und ein Restaurant gab es auch nicht. Also sind wir vom Platz aus nochmal in die Stadt gelaufen und haben ein Studentenlokal gefunden, wo wir gegessen und gut getrunken haben.

 

Gefahren: 113 km

 

2026-01-09 – Agiokampos

(39.680097, 22.89023)

Ich war sehr erfreut, dass Wolf auch ein IKEA-Anhänger ist. Also sind wir am nächsten Tag auf unserem weiteren Weg zuerst zu IKEA  gefahren. Die Aufmachung war komplett anders als bei uns. Alles war auf einer Etage. Auch das Restaurant ist nicht so umfangreich wie bei uns. Der Parkplatz ist riesengroß, war auch nicht gut besucht, obwohl es rundherum noch viele andere Einkaufsmöglichkeiten gab. Wir hätten auch hier übernachten können.

 

Wir wollten unbedingt am Strand entlang fahren und kamen dadurch in Agiokampos an. 5 km vorher haben wir uns noch einen anderen Platz angesehen. Da waren gerade Bauarbeiten im Gange.

 

Unterwegs wollten wir nur eine Kaffeepause machen und Wolf entdeckte dabei einen gut bestückten Anglerladen. Er rüstete seinen Bestand etwas auf. Und jetzt stehen wir in einer Sackgasse im Hafen. Hier gibt es sogar einen Imbisswagen, der jeden Tag ab 10:00 Uhr geöffnet hat. Also ist der tägliche Cappuccino-Genuss von Wolf gesichert.

 

Ikea - OT Nikea 39.581722, 22.468979 - 12 km

Insgesamt gefahren: Am Hafen - 65 km

 

2026-01-10 – Volos

(39.350797, 22.962158)

Wolf wollte keinen zweiten Tag in Agiokampos stehen bleiben, obwohl er dort das Angeln hätte üben können.

 

Für mich war es wieder ein ruhiger, idyllischer Platz gewesen. Aber gut, im Moment habe ich mich auf ein gemeinsames Reisen mit ihm eingelassen. Er wollte zum Lidl einkaufen und hatte auch einen rausgesucht, also ließ ich ihn mal vorfahren. Das werde ich nie wieder tun!

 

Es war eine Horrorfahrt. Am ersten Lidl fuhr er vorbei und machte bewusst eine „Stadtrundfahrt“ durch die engen Gassen (das mache ich immer so, erklärte er mir später, um die kleinen Gassen kennen zu lernen).

 

Das muss ich jedoch nicht haben. Auch die Zufahrt zum zweiten Lidl, der mitten in der Altstadt liegt, war katastrophal, abgesehen von dem engen Parkplatz und das alles bei Regen und an einem Samstag.

 

Nach dem Einkaufen haben wir uns an irgendeinem Verteilerkreis verloren. Ich fuhr aus der Stadt raus in Richtung Lamia und wartete auf eine Nachricht von ihm.

 

Nach einer kurzen Weile schickte er mir seinen Standort und die nächste Horrorfahrt war für mich vorprogrammiert. Ich war nur ca. 5 km von ihm entfernt. Bei dieser Navigation wurde ich zweimal in eine Sackgasse manövriert, wo ich rückwärts wieder rausmusste. Erst beim dritten Anlauf, als er mir den Platz aus der P4N-App geschickt hat, kam ich mit der richtigen Straßenführung an.

 

Gefahren: 107 km