Der vorletzte Etappenabschnitt!

2020-02-01 – Aourir

(CP N 30°29'41.5“ / W 09°37'21.6“)

Dieser Arganbaum trägt ausgesprochen viele Früchte!

In Taroudannt haben sich die Wege wieder getrennt, einer ist noch dort stehen geblieben, aller-dings auf dem nahegelegenen Campingplatz, eine andere ist weiter bis Tafraoute ge-fahren und wir zurück nach Aourir.

 

Diese Verbin-dungsstraße hatte ich auf meiner Karte noch nicht als gefahren eingezeichnet. Es war eine vierspurige total neue Straße mit einem idyllischen gepflegten Grünstreifen in der Mitte, wo teilweise sogar neue Bäumchen gepflanzt wurden.

 

Schon weit vor Agadir waren immer mehr Straßen und Plätze mit der marokkanischen Flagge geschmückt. Auf dem Campingplatz erfuhren wir dann, dass der König eine Rundreise durch Marokko macht, um mit den Gemeinden und Stadtverwaltungen über Innovationen für sein Land zu sprechen.

 

Hier auf dem Campingplatz ist es immer wieder schön. Inzwischen ist er zwar ziemlich voll, aber unser „Stammplatz“ war frei für uns alle.

 

Heute habe ich das erste Mal ein Tajine mit Fisch gegessen. Es war sehr sehr lecker! Leider fällt es mir schwer, wegen der vielen Pulerei von Gräten das öfters zu essen.

 

Gefahren: 104 km

 

2020-02-05 – Sidi Zouine-Lamzoudi

(PP N 31°34'59.2“ / W 08°28'45.0“)

Nachdem wir nochmal vier Tage in Aourir verweilt, relaxt und gut gegessen haben, mussten wir uns auf den weiteren Weg machen.

 

Wir entschlossen uns, mal wieder etwas Neues zu sehen, und fuhren ein Stück zurück in den Crocopark Agadir Crocopark N 30°23'17.5“ /

W 09°29'00.8“.

 

Dort werden über 300 Krokodile aus dem Draa beherbergt, außerdem gibt es interessante Schlangen, Schildkröten, Leguane und ein Heer von quakenden Fröschen in einem Seerosenteich umgeben von Palmen, Kakteen und exotischen Pflanzen.

 

Weitere Bilder findet ihr in der Fotogalerie!

Zum Übernachten konnten wir leider dort nicht stehen bleiben, also sind wir zunächst in Richtung Marrakesch weiter gefahren und haben auf dem Weg dorthin nach einer Möglichkeit gesucht.

 

Zuerst haben wir uns in Chichaoua den Platz angesehen, der an einer Tankstelle lag (SP Chichaoua N 31°32'45“ / W 08°45'31“). Hinter den Häusern bzw. den Restaurants gab es ebenfalls Parkmöglich-keiten, wo wir hätten stehen bleiben können.

 

Die Atmosphäre gefiel meinen Mitfahrern nicht so wirklich (ich wäre stehen geblieben), also noch ein Stück weiter zu einem Platz, den Dieterund ich im letzten Jahr Dieter genutzt haben, auch an einer Tankstelle, aber irgendwie etwas sauberer und heller.

 

Gefahren: 236 km

 

2020-02-06 – Marrakesch

(CP Le Relais N 31°42'27.0“ / W 07°59'22.2“)

Bevor wir am nächsten Tag zu unserem Ziel in Marrakesch kamen, haben wir kurz bei Marjane ein paar Lebensmittel aufgefüllt (Marjane N 31°37'45.3“ / W 08°04'44.0“).

 

Wir entschlossen uns für den CP „Le Relais“ etwas außerhalb und waren begeistert. Auch für mich, obwohl ich kein Campingplatz-Freund bin, fiel die Entscheidung leicht, einen zweiten Tag hier zu relaxen. Eine wunderschöne weiträumige Anlage mit einem Pool, der genau die richtige Temperatur für mich hatte. Die anderen wunderten sich nur, dass ich so lange im Wasser verweilte und auch noch geschwommen habe.

 

Auf dem ganzen Platz laufen Hühner und Pfauen frei herum, was bedeutet, daß ich meinen Hund nicht ohne Leine lassen kann und wilde Vögelchen waren sehr zutraulich.

 

Ohne uns verabredet zu haben, trafen wir vier weitere Sterne, die auf der Tour in den Süden waren. Am letzten Abend gingen wir ins exclusive Restaurant und machten mal eine Pause von der afrikanischen Küche. Es gab Rinderfilet mit Gorgonzola-Sauce, Fritten und 1 Flasche Rotwein. Das alles hatte natürlich seinen Preis.

 

Gefahren: 56 km

 

2020-02-08 – Marrakesch

(SP Koutoubia N 31°37'25.4“ / W 07°59'43.9“)

Vom Campingplatz waren es nur 10 km bis zu einem Parkplatz

(N 31°38'11.7“ / W 08°00'00.3“) in der Nähe des Gartens von Yves Saint Laurent (La Majorelle).

 

Es ist ein Park-streifen neben der Hauptstraße und gut anfahrbar. Ein Parkwächter kassiert Gebühren, Pkw zahlen lt. Beschilderung 2 Dh, wir haben ihm freiwillig 5 Dh (=0,50 €) gegeben, gefordert hatte er 4 Dh für unsere größeren Fahrzeuge. Das war absolut in Ordnung!

 

Weitere Bilder findet ihr in der Fotogalerie!

Empfehlenswert ist es, früh genug vor Ort zu sein (kurz nach 9 Uhr), weil man dann eine gewisse Ruhe hat zum fotografieren.

 

Denn wenn erst die großen Gruppen angekarrt werden, wird es ungemüt-lich.

 

Es war Samstag und deshalb konnten wir auch durch den „Privaten Garten“ laufen. Der Eingang bzw. die Kasse liegt vom Parkplatz nur knapp 300 m entfernt (N 31°38'28.7“ /

W 08°00'08.2“). Der Jardin Majorelle besticht mit der Farbe Blau seinen ganzen Charakter.

 

Hunde dürfen nicht mit in den Park!

 

Nach knapp 2 Stunden hatten wir alles gesehen und konnten zu unseren Hunden zurück. Wir fuhren zu dem offiziellen Stellplatz, der direkt an der Moschee liegt (GPS-Daten siehe oben). Für diejenigen, die den Platz noch nicht kennen: Man fährt den Daten soweit nach, bis man an eine Schranke kommt, dort die Gebühr für zunächst 1 Tag zahlt (110 Dh) und läßt sich dann vom Park-wächter eine Lücke oder einen Platz zeigen. Der Platz liegt direkt im Zentrum, hat eine Entsorgung und man kann sogar Strom nehmen.

 

Nur eine kleine Auswahl von Gewürzen und Kräutern in dem Laden hinter dem Stadttor Bab Agnaou

Wir machten unseren Rundgang mit den Hunden über den Platz der Gehenkten (Jemaa El Fna) sowie durch die umliegenden Gassen und Etagen mit der bunten Vielfalt von angebotenen Stoffen, Souvenirs und Geschenken. Das war für die Hunde jetzt anstrengend genug und es war immer noch früh genug, als wir feststellten, dass die Saadier-Gräber nur 1,3 km entfernt gut zu Fuß erreichbar waren. Wir haben nur die Schuhe gewechselt und weiter geht es! (Saadier-Gräber N 31°37'02.1“ /

W 07°59'18.7“).

 

Die Saadier-Gräber gehören so wie die gesamte Innenstadt Marrakeschs zum UNESCO-Welterbe und gelten als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Früher dienten sie den Saadiern als wichtigste Nekropole. Sie schließen sich direkt an den hinteren Teil der Moschee Al-Mansur (Kasbah-Moschee) im Süden der Medina an, unweit des bekannten Stadttores Bab Agnaou, einem sehr interessanten Viertel mit vielen Kräuterläden. Wir ließen uns ausgiebig über die heimischen Kräuter aufklären und konnten preiswerte Mischungen kaufen. Der unauffällige Eingang zu den Gräbern ist durch einen schmalen Gang erreichbar, der sich rechts der Moschee erstreckt.

 

Da wir noch die Hunde bei uns hatten, diese aber nicht mit reindurften, haben wir uns abgewechselt. Bis 18 Uhr ist geöffnet und es hat wunderbar geklappt. Der Eintrittspreis beträgt ebenso wie im La Majorelle 70 Dh.

 

Anschließend war ich froh, meine Füße hochlegen zu können. Ich mußte unbedingt meine Leber machen, so dass ich nicht mehr mit den anderen zum Jemaa El Fna gegangen bin. Weil zufällig auch die andere Gruppe mit Maria und Wilhelm auf unserem Stellplatz war, hatte ich sie für einen Absacker bei ihrer Rückkehr eingeladen.

 

Soviel Wissenwertes und Interessantes habe ich in derart kurzer Zeit lange nicht mehr genießen können. Es macht richtig Spaß, mit Freunden unterwegs zu sein, die gleiche Interessen haben und auch bemüht sind, eigene Informationen zu finden.

 

Gefahren: 13 km

 

2020-02-09 – Chouiter

(Les Jardins D'issil N 31°29'37.7“ / W 07°54'06.3“)

Mal wieder Wecker gestellt und recht-zeitig aufstehen.

In diesen Park (Douar Sbiti (ANIMA – Andre Heller-Park - N 31°24'01.8“ /

W 07°49'34.8“) muss man auch früh vor Ort sein. Das waren wir.

 

Die letzten Meter richtet man sich nach der Beschilderung, denn es gibt nur eine Schotter-Zufahrt und vor dem Eingang einen großen Parkplatz. Hier durften die Hunde mit rein. Der Eintrittspreis beträgt 120 Dh, die sich absolut gelohnt haben.

 

Ein Park, den Andre Heller liebevoll „Magischer Garten“ nennt. Er wurde als einer der „schönsten Gärten der Welt“ beschrieben.

 

Man betritt eine magische Welt der Sinnlichkeit, des Staunens, der Kontemplation, der Freude, der Heilung und der Inspiration.

 

Wir flanieren zwischen kostbaren Bäumen und Sträuchern, Blüten- und Duftwundern, Skulpturen und Kunstwerken von Keith Haring, Pablo Picasso und vielen mehr. Atemberaubend ist dabei der Blick von der Terrasse auf den 4.617 m hohen Toubkal. Ein Garten, in dem ich mich den ganzen Tag aufhalten könnte.

 

Weitere Bilder findet ihr in der Fotogalerie!

Danach fuhren wir ca. 15 km zurück Richtung Marrakesch zu einem Camping-platz für 4x4-Off-Road-Fahrzeuge.

 

Wir wollten uns das ansehen und mußten die letzten knapp 5 km reine Schotterpiste mit Schrittgeschwindigkeit fahren wegen des unebenen Bodens. Aber es hat sich gelohnt.

 

Wir waren bis zum frühen Abend alleine auf dem großen Platz und die Hunde konnten sich austoben. Die Anlage hat ein Hotel mit Unterkunft in Berberzelten, einem Restaurant (leider ist die Küche erst ab 20 Uhr wieder geöffnet), einer Gemeinschaftslounge, einem Pool, den wir benutzen durften und einem großen Garten.

 

Sie bieten sogar einen Shuttle zum Flughafen an. Nur ein Nachteil hat die ganze Anlage, hier gibt es Unmengen von Kletten, die man sich mit den Schuhen ins Fahrzeug holt und von denen wir die Hunde befreien müssen. Bei Sunny ist das allerdings kein Problem, sie bleiben bei ihr nicht so haften.

 

Gefahren: 33 km

 

2020-02-10 – Dar Bouazza

(CP International L'oasis N 33°30'21.3“ / W 07°50'32.3“)

Weil wir heute eine große Strecke vor uns hatten, fuhren wir wieder ziemlich früh weg.

 

Gegen Mittag waren wir in

El Jadida und bekamen alle einen Parkplatz

(Parken an der Medina

N 33°15'24.3“ / W 08°30'06.4“).

 

Wir machten einen Rundgang zu den Aussichtspunkten und zur Zisterne, die um 15 Uhr wieder öffnete, konnten die Hunde mitnehmen und gingen noch kurz durch die Geschäftsstraßen, um auch unsere Telefonkarte aufzuladen. Beim Wegfahren drückten wir dem Parkwächter 10 Dh in die Hand.

 

Obwohl ich beim ersten Besuch in der Zisterne schon viele Fotos gemacht habe, habe ich diesmal mit verschiedenen Einstellungen und Belichtungen gespielt!

 

Nur 8 km entfernt fanden wir einen Parkplatz am Meer

N 33°14'59.6“ / W 08°26'54.5“.

 

Es stand bereits ein Engländer dort seit zwei Tagen und wurde nicht weggeschickt.

 

Jetzt kamen wir mit fünf weiteren Wohnmobilen und schon kamen kurz vor dem Abend zwei berittene Polizeibeamte und meinten freundlich, wir sollten auf den Campingplatz fahren. Sie warteten solange, bis wir alle gefahren sind.

 

So entschlossen wir uns, in Richtung Casablanca ziel-strebig bis nach Dar Bouazza zu fahren.

 

Die Straße dorthin war nicht so ange-nehm zu fahren und es war bereits dunkel, als wir an-kamen. Da wir den Campingplatz bereits kannten, war es nicht so tragisch.

 

Am nächsten Tag erholten wir uns von den Strapazen des Vor-tages und gingen gemütlich die 2 km bis zum Strand. Dort war ein Cafe geöffnet und entschädigte uns für den recht staubigen Weg bedingt durch sogenannte „Großbaustellen“. Der Campingplatz ist nicht besonders schön, aber praktisch, weil er nah an Casablanca liegt. Ich verzichtete auf das Duschen, da die Sanitäranlagen mehr als gewöhnungsbedürftig sind.

 

Gefahren: 293 km

 

2020-02-12 – Mohammedia

(CP „Ocean Bleu“ N 33°44'12.4“ / W 07°19'23.7“)

Am nächsten Morgen mal wieder früher aufstehen als gewohnt, um recht-zeitig in Casablanca auf dem Parkplatz an der Moschee anzukommen, zu-mal wir noch kurz bei Carrefour in

4 km Entfernung einkaufen wollten.

 

Der eigentliche Grund war, aus Marokko noch ein paar Flaschen Rotwein mit zu nehmen. Leider macht die Alkoholabteilung erst um 11 Uhr auf. Solange wollten wir nicht warten. Also verzichten wir zunächst auf den Rotwein.

 

Bis zur Moschee waren es auch nur 23 km und irgend-wie war unterwegs ziemlich viel los auf den Straßen.

 

Am Parkplatz an-gekommen, gab es ein „Tohuwabu“.

 

Der Platz war gerammelt voll mit Schulbussen und Reisebussen, die alle Schulkinder bzw. Kinder im Kindergarten-alter brachten.

 

Wir versuchten herauszufinden, was es für ein Event gab und waren zufrieden mit der Erklärung, dass es wohl so etwas wie ein Kinderspartag wäre mit Überraschungen für die Kinder.

 

Es gab immer noch ein tolles Plätzchen für uns am Wiesenrand. Die Ordnungshüter hatten alle viel zu tun, machten ihre Sache aber ordentlich.

 

Die Führung in der Moschee wollte ich nicht mehr mit-machen, dafür hatten Petra und Uli das Glück, sofort an einer deutschen Führung teilnehmen zu können.

 

Wir verweilten in dieser Zeit mit Hockern vor den Wohnmobilen und gönnten uns das verspätete Frühstück.

 

Als die beiden von der Führung zurückkamen, ließen wir unsere Hunde in den Wohnmobilen und gingen zu Rick's Cafe.

 

Dort kommst du nur rein, wenn du etwas trinkst oder ißt.

Das ist auch absolut in Ordnung. Es war ein elegantes Flair und dementsprechend sind auch die Preise.

 

Ich trank ein Bier für umgerechnet 6 €. Ein Cognac würde 18 € kosten, um nur mal eine Vorstellung der Preise zu haben. Trotzdem würde ich mir beim nächsten Mal einen ausgiebigen Abend in diesem Lokal gönnen und von einem Campingplatz mit dem Taxi rein-, den Abend genießen und mit dem Taxi wieder zum Wohnmobil fahren. Es war ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte.

 

Von dort hatten wir dann nur noch 34 km bis zu unserem Campingplatz, den wir ebenfalls schon kannten. Wir hatten Glück, dass wir alle zusammen stehen konnten. Hier erwarteten wir am nächsten Tag Tongden, der ab sofort weiter mit uns den Rückweg macht.

 

Gefahren: 61 km

 

2020-02-15 – Meknes

(N 33°53'23.3“ / W 05°33'57.6“)

Von Mohammedia führte uns der Weg zunächst an der Küste entlang, doch das Meer konnten wir nicht sehen. Auch die Umfahrung von Rabat brachte keine einfache Lösung.

 

Erst als wir Rabat hinter uns hatten, wurde es ruhiger. Die Gegend wurde immer grüner, immer saftiger und außer Getreidefeldern gedeihen hier Obstgärten, Olivenhaine und Weinberge.

 

Meknes liegt im nördlichen Marokko am Fuße des Mittleren Atlasgebirges. Man empfindet eine märchenhafte Aura und ist angetan von dem monumentalen Eingangstor zum Palast und zum Mausoleum, das die Überreste des Wohltäters von Meknes beherbergt. Das tägliche Treiben auf dem großen Marktplatz spiegelt die Schönheit und den Charme der Medina wider.

 

Hier trafen wir auf andere aus der Gruppe und beschlossen den Abend mit einem gemeinsamen Essen!

 

Gefahren: 198 km

 

Vermutlich hätte das Essen in einem Restaurant besser geschmeckt. Aber wir wollten hier die Atmosphäre noch ein wenig genießen!

2020-02-16 – Fes

(N 34°03'39.8“ / W 04°59'09.4“)

Mal wieder etwas früher aufstehen, denn auch in Fes wollten wir nur einen Tag bleiben und uns trotzdem in der Stadt einiges ansehen, zumal der Souk bekannt ist für bunte Tücher und Handtaschen.

 

Auf dem Platz an der Mauer (s. GPS-Daten oben) konnten wir nur noch für 20 Dh Parkgebühr am Tag stehen bleiben, leider war keine Übernachtung mehr erlaubt!

 

Wir fragten zu Beginn einen Polizeibeamten, wo wir denn über-nachten könnten. Er gab uns einen Campingplatz in der Nähe, den wir bereits kannten. Für eine Nacht wäre er in Ordnung gewesen!

 

Wir überlegten, entweder eine Kutschfahrt oder eine Taxifahrt zu den Sehens-würdigkeiten zu nehmen und entschieden uns für die Taxifahrt.

 

Wir fuhren auf einen Berg hoch und konnten um ein großes Gebäude, das zum Militär gehört, herumgehen und von oben auf Fes schauen.

 

Danach besuchten wir noch Art d'Argile, wurden durch das Werk der Keramikprodukte und Töpferwaren geführt und konnten den handwerklichen Fähigkeiten der Einheimischen zusehen.

 

Dann kamen wir zu den Chouara Ledergerbereien. Diese Gerberei ist die größte und wurde im 11. Jh. erbaut. Sie befindet sich im ältesten Medina-Viertel der Stadt und wäre mit einem eigenen Auto geschweige denn Wohnmobil nicht erreichbar gewesen.

 

Die Gerberei und ihre Tätigkeiten lassen sich nur über drei Etagen von außen auf den Innenhof besichtigen!

 

Fes ist bekannt für seine Festivals und Sportveranstal-tungen.

 

Das konnten wir merken, als wir uns am späten Nach-mittag auf den Weg zum Campingplatz machten.

 

Einen direkten Weg gab es nicht. Viele Straßen waren gesperrt. Es gab kein Durchkommen mehr, Staus und Umleitungen. Wir wechselten die Richtung und kamen durch Zufall an einen bewachten Parkplatz, weil der Parkwächter uns winkte und zusagte, wir könnten hier übernachten.

 

Wir nahmen die Gelegenheit wahr, zahlten ihm die geforderten

50 Dh und waren froh, nicht mehr im Stau stehen zu müssen. Wir standen an der großen Tordurchfahrt, die wir von oben gesehen haben (GPS N 34°03'17.6“ / W 04°58'30.5“).

 

Gefahren: 129 km

 

Bilder aus dem Souk, wo ich mal wieder neun Schals in verschiedenen Farben gefunden habe!

 

2020-02-17 – Ouezzane

(Motel Rif N 34°46'21.0“ / W 05°32'42.0“)

Auf jeden Fall haben wir gut geschlafen. Leider mußten wir wieder zurück durch Fes, was aber am nächsten Morgen kein Problem war.

 

Bevor wir auf die Nationalstraße kamen, hatten wir eine ca. 40 km lange zum Teil sehr schlechte Straße mit Schlaglöchern und ausgefransten Rändern. Aber die Gegend entschädigte uns. Sie war vielfältig und wirkte irgendwie anders als sonst in Marokko, grüne Hügel, weiße und rote Erde, bunte Häuser, extrem viele Getreidefelder.

 

In Ouezzane angekommen, lachte uns der Pool an. Das nächste Mal werde ich, wenn ich mein Fahrrad wieder dabei habe, auch mal in den 4-5 km entfernt liegenden Ort fahren, denn er ist statt mit blauen Fassaden mit grünen bestückt. Zwei von uns haben sich vom Motelbesitzer mit dem Pkw hinfahren und nach einer Zeitabsprache wieder abholen lassen und dafür 60 Dh gezahlt. So geht es auch!

 

In dieser Atmosphäre konnten wir es vier Tage aushalten, zumal das Essen im Restaurant hervorragend war und es einen leckeren Rotwein von Meknes gab! Über den Preis des Rotweins reden wir lieber nicht.

 

Gefahren: 120 km

 

Der letzte Abschnitt bis zur Fähre!

2020-02-21 – Larache-Ort

(N 35°11'58.5“ / W 06°09'07.9“)

Wir haben es zwar nicht eilig, aber die Rückreise ist geplant und so zogen wir nach vier Tagen Faulenzen weiter.

 

Kurz vor Larache gingen wir noch bei Marjane

(N 35°08'52.4“ / W 06°08'29.1“) ein paar Kleinigkeiten einkaufen, denn ob es ein Restaurant in der Nähe unseres Standortes gab, wußten wir nicht. Wir zahlten auf dem bewachten Parkplatz 50 Dh für 24 Std.

 

Larache liegt unmittelbar an der Mündung des Oued Loukos in den Atlantik. Wir standen unterhalb der „Storchenburg“ mit ihren mächtigen Mauern, einer ehemaligen Festungsanlage mit Bastionen aus spanischer Zeit, nicht weit entfernt von dem großen Fischereihafen und der Fischkonservenfabrik.

 

Das Zentrum bildet der mit ihren von Arkaden überdachten Cafes im spanischen Stil erbaute kreisrunde „Place de la Liberation“.

Von unserem Platz muss man viele Treppenstufen und durch schmale Gänge gehen, um dorthin zu gelangen.

 

Gefahren: 89 km

 

2020-02-22 – Larache-Mole

(N 35°12'15.4“ / W 06°08'47.6“)

Weil wir noch einen Tag dort bleiben wollten, zogen wir auf die andere Seite des Oued Loukos. Normal gibt es in den Wintermonaten hier gar nichts, jetzt fangen sie an, für den Sommer Stände, Tische, Stühle und Liegen vorzubereiten.

 

Den ersten Kaffee und auch Tajines hätte man am Wochenende hier essen können. Hier zahlten wir 20 Dh für 24 Std. und genossen einfach nur Sonne, Wind und Meer.

 

Bei der Fahrt hierher kamen wir an einer Ausgrabungsstätte mit Resten der ursprünglich punischen, später römischen Siedlung Lixus vorbei, die für 60 Dh besichtigt werden kann.

 

Sie liegt auf einem großen Hügel und umfaßt mehrere Kilometer Fußweg. Zwei von uns haben sie besichtigt und berichteten, dass dort Fischbecken freigelegt wurden, in denen römische Fischfabriken eine Million Liter Fischsoße pro Saison produziert haben sollen.

 

Gefahren 11 km

 

2020-02-24 – Assilah

(N 35°28'01.0“ / W 06°02'13.4“)

Die Fahrt verlief weiter an der Atlantikküste entlang und immer mehr hatte ich den Eindruck, jetzt wird es auch hier Frühling.

 

Mimosen und Stechginster fielen durch ihre gelbe Farbe überall auf.

 

In Assilah wollte ich nochmal gemütlich durch die Gassen gehen und mich von künstlerischen Eingebungen inspirieren lassen.

 

Der Parkplatz am Hafen ist weiter modernisiert und verändert worden.

 

Auch im Hafen-becken selbst wird gearbeitet.

 

Wie das nach der Fertigstellung aussehen wird, werden wir beim nächsten Besuch sicher sehen.

 

Der Platz liegt unterhalb der Stadtmauer mit Wehrtürmen günstig, weil wir direkt in der gut erhaltenen Medina sind. Leider wird man auch ständig „belästigt“, ob wir nicht dieses oder jenes kaufen wollen. Das nervt gewaltig, zumal ich bei sonnigem Wetter gerne die Türe auf lassen möchte.

 

Gefahren: 41 km

 

An unserem letzten Abend gab mir dieses Bild die richtige positive Stimmung wieder !

2020-02-25 – Tanger Med

(N 35°52'14.5“ / W 05°31'11.7“)

Gut geschlafen habe ich auf jeden Fall, denn in der Nacht ist es ruhig.

 

Unser Ziel war heute, an der Hercules-Grotte vorbei zu fahren und evtl. dort zu übernachten (Hercules-Grotte N 35°45'36.3“ / W 05°56'20.4“). Einen Kilometer weiter gibt es zwar einen Parkplatz, aber das Wetter war trübe und so haben wir uns kurz entschlossen, weiter nach Tanger Med zum Hafen zu fahren.

 

Unsere Route führte uns am Cap Malabata vorbei, eine absolut super tolle Strecke.

 

Die Straße war teilweise vierspurig und es gab immer einen tollen Blick auf den Atlantik. Cirka 20 km vor unserem Ziel gab es eine Tankstelle, wo wir unsere Wohnmobile noch waschen lassen konnten. Morgen nehmen wir die Fähre nach Spanien.

 

Gefahren: 97 km

 

FAZIT: Marokko ist und bleibt für mich ein Land, das ich immer gerne in den Wintermonaten besuchen möchte.

Es wird überall weiter gebaut, Straßen erneuert und verbreitert.

 

Insgesamt gefahren bin ich 4.414 km nur durch Marokko!