Die dritte Etappe von Zakopane bis Ustrzyki Gorne mit 459 km mit 6 Übernachtungsplätzen in 10 Tagen

2017-09-09 – Manijowie

(Badesee Jezioro GPS N 49°26'41.6“ / E 20°16'15.0“)

Nach drei gemütlichen Tagen Aufenthalt in Zakopane nahmen wir uns nur eine kurze Etappe vor. Wir fuhren ein Stück zurück nach Nowy Targ und bogen dann östlich ab.

 

Bevor wir diesen Ort verlassen konnten, hatte eine von uns großes Pech. Ihr neues Wohnmobil wollte nicht mehr und musste in eine FIAT-Werkstatt abgeschleppt werden. Das ganze dauerte über 3 Stunden, bis wir wußten, wohin sie mit dem Fahrzeug gebracht wurde.

 

Dabei hatten wir das Glück, dass eine professionelle FIAT-Werk-statt nur 1 km entfernt im Ort vorhanden war. In der Zeit des Wartens gingen wir bei Lidl (GPS: N 49°27'59.2“ /

E 20°01'33.6“) einkaufen, denn es war Wochenende. Leider mußte Gaby jetzt bei ihrem Wohnmobil und das Wochenende auf dem Gelände der Werkstatt stehen bleiben.

 

Auf unserer Strecke kamen wir automatisch an der berühmten Erzengel-Michael-Holzkirche in Debno (GPS 49°28'06.5“ /

E 20°12'48.2“) vorbei, hielten kurz an, um sie zu besichtigen. Parkgebühren von 10 Zl= 2,50 € gaben wir gerne.

 

Es ist die älteste Pfarrkirche aus Holz von Polen. Sie wurde im

15. Jh. aus Lärchenholz gebaut und es gibt keine Nägel, sondern nur Holzdübel wurden benutzt. Im Inneren der Kirche faszinieren die renaissance-gotischen Malereien, die streifenartig angeordnet mit geometrischen und pflanzlichen Motiven unter Verwendung von 33 Farben gemalt wurden. Die nach mehr als 500 Jahre alten Farben sind immer noch deutlich zu erkennen. Die Kirche steht inzwischen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

 

Nach weiteren 25 km kamen wir an den Stausee Jezioro und fanden ein idyllisches Plätzchen, wo es sich gemütlich warten läßt, bis Gaby wieder hoffentlich zu uns stoßen kann.

 

Der Platz hier am See ist so idyllisch, dass es uns leicht fällt, auf Gaby zu warten. Sie erhält morgen ein Ersatzteil und hofft, dann zu uns kommen zu können.

 

Wir haben den heutigen Tag dazu genutzt, alles Mögliche zu erledigen, wie z.B. Wäsche waschen, Stuhl reparieren, Wohnmobil aufräumen und ich konnte sogar meine Nähmaschine in Betrieb nehmen, um zwei lange marokkanische Kleider auszubessern,

d.h. an einem habe ich ein Satinband in die Seitennaht , in das andere Taschen eingenäht.

 

Gefahren: 60 km

 

2017-09-13 – Dunajcem

(PP Floßfahrt GPS N 49°24'26.9“ / E 20°22'02.4“)

Bei Gaby hatte alles geklappt, so dass wir uns die nächste Route vornahmen. Nach einem Tag Regen strahlte am nächsten Morgen wieder die Sonne und so konnte unser Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.

 

Wir fuhren nur ein kleines Stück am Dunajec weiter und bogen bei Krosnica ab und folgten der Beschilderung Sromowce Wyzne = Floßfahrt. Die gebührenpflichtigen Parkplätze kosten 10 Zl= 2,50 € und wir konnten über Nacht stehen bleiben.

Der Dunajec entspringt in der Hohen Tatra und mündet bei Sandomierz in die Weichsel. Hier im Pieniny-Gebirge durchbricht der Fluss das Kalksteingebirge in einer bis zu 300 m tiefen Schlucht.

 

Die knapp 6 m langen Flöße werden aus fünf zusammengebun-denen, ca. 45 cm breiten Kähnen, die früher aus ausgehöhlten Baumstämmen, heute aus Brettern zusammengefügt. Drei Querbretter bieten Sitzgelegenheiten für ca. 10 Passagiere. Am Bug werden Tannenzweige als „Wellenbrecher“ angebracht. Gesteuert werden die Flöße von zwei Männern mit langen Stöcken in einer für die Gegend üblichen Tracht.

Die Strecke auf dem teilweise welligen Wasser ist knapp 20 km lang. Am Ende werden die Flöße auseinandergenommen und mit einem Lkw zurück transportiert. Wir fahren mit einem Kleinbus zurück.

 

Dieses Abenteuer kostete uns pro Person 50 Zl (normal 52 Zl) und 10 Zl für den Bus = 12,50 € und 2,50 €. Ich saß am Rande auf dem Floß und es war nicht zu vermeiden, dass ich zum Schluss eine nasse Hose hatte und das Wasser mir aus den Schuhen lief.

 

Gefahren: 15 km

 

2017-09-14 - Stary Sacz (Alte Stadt)

(PP Markplatz GPS N 49°33'48.1“ / E 20°38'09.1“)

Am nächsten Morgen sollten wir diesen Parkplatz auch wieder um 10 Uhr spätestens verlassen haben. Wir mussten die Straße ein Stück zurück, um nach Stary Sacz zu kommen.

 

Stary Sacz ist ein typisches Provinzstädtchen. Es liegt in einem Talkessel an der Gabelung der Flüsse Dunajec und Poprad und ist eine der interessantesten und wertvollsten Städte im Süden von Polen. Zunächst parkten wir auf dem großen kopfsteinge-pflasterten Marktplatz (Rynek) und zahlten eine Gebühr von 3,30 Zl (!) = 0,80 € für 2 Stunden.

In dieser Zeit schafften wir einen Rundgang beginnend mit der Dreifaltigkeitskirche, am Szekler Tor vorbei zum Wehrturm, an der Mauer des Klarissenklosters entlang (die Tore zum Klarissenkloster waren verschlossen, vielleicht hätten wir klingeln müssen!) zum Haus der Heiligen Kunigunde, die Kunigunden-kapelle und die Heilwasserquelle.

Dann interessierte mich noch der Papstaltar, der etwas außerhalb lag. Es hatte sich gelohnt, dorthin zu gehen. Ein Regionalmuseum mit Einrichtungsgegenständen und Kleidung aus der Gegend liegt direkt am Rynek.

 

Nur ein paar Kilometer weiter liegt das Städtchen Nowy Sacz (Neustadt). Dort wollten wir uns das Rathaus ansehen. Es war schon Rush-our und es gab kaum eine Möglichkeit zu parken. Hier verloren wir uns, verständigten uns über WhatsApp und verabredeten uns beim Kaufland zum einkaufen.

 

Gefahren: 54 km

2017-09-14 – Bobrka b. Kopolnia

(Museum Erdölbohrtürme GPS N 49°36'56.5“ / E 21°42'37.9“)

Nachdem wir auf eine Stadtbesichtigung in Nowy Sacz verzichtet haben, steuerten wir zielstrebig unser nächstes Ziel an.

 

Das war zwar jetzt noch eine größere Strecke, aber in dieser Gegend ist das Land dünn besiedelt und dementsprechend wenig Verkehr. Die Straßen lassen sich gut fahren und die Landschaft ist durchaus reizvoll.

Wir wollten heute in einem Restaurant essen gehen und hofften eins zu finden. Am Eingangstor des Museums angekommen, stellten wir fest, dort gibt es keins.

 

2 km zuvor sind wir an einem möglichen (?) Restaurant vorbei gefahren. Wir fuhren kurz zurück und wurden enttäuscht, denn sie schlossen gerade das große Tor zu. D.h. wir hätten dort dann sowieso nicht über Nacht stehen bleiben können. Also wieder zurück und selber kochen.

Am nächsten Morgen haben wir einen gemütlichen Rundgang durch das Museum für Öl und Gasindustrie gemacht. Interessant erfahren zu haben, dass es hier in Bobrka der weltweit erste von Hand ausgegrabene Erdölschacht gab. Zunächst wurde das an die Oberfläche tretende Öl für die Medizin und zur Schmierung von Achsen und Rädern genutzt.

 

Erst im Jahre 1854 wurde mit der industriellen Bohrung begonnen und somit entstand die erste Erdölmine der Welt. Bereits vier Jahre später wurde eine tägliche Menge von 4.000 l produziert. Das Museum zeigt alle technischen Geräte, die für die Produktion erforderlich waren.

 

Gefahren: 104 km

Weitere Bilder findet Ihr in der Fotogalerie!

2017-09-15 – Sanok

(Freilichtmuseum GPS N 49°34'24.9“ / E 22°12'28.4“)

Nach der Besichtigung des Museums mit den Erdölbohrtürmen fuhren wir zum nächsten Freilichtmuseum: Das Museum der Volksbauweise in Sanok am San. Um auf den Parkplatz zu kommen, muss man über eine Stahlbrücke fahren.

 

Wir kamen am Nachmittag an und überlegten, noch eine Besich-tigung durchzuführen, denn in unserer Wetterprognose war Regen angesagt.

Ich habe ja schon einige Freilichtmuseen gesehen, aber das hier

in Sanok ist im wahrsten Sinne des Wortes damit nicht zu ver-gleichen.

 

Auf einer Fläche von über 38 ha sind weit mehr als 100 rekon-struierte Holzhäuser, Kirchen, Wind- und Wassermühlen der vier Volksgruppen zu sehen, die bis 1947 im Osten von Polen gelebt haben.

 

In der Mitte liegt ein galizischer Marktplatz aus dem 19. Jh. und rundherum siedelten sich sämtliche Gewerke an. Teilweise sind die Häuser mit eingerichteten Zimmern so ausgestattet, dass man erkennen kann, ob reich oder arm dort gelebt haben.

Wir blieben hier zwei Tage stehen und erkundeten das nähere Umfeld. Für unsere Hunde war es ein Paradies, die ganze Ufer-promenade war Wiese und sie konnten frei laufen.

 

Am Abend des letzten Tages gingen wir über die Stahlbrücke zu einem Hotel-Restaurant auf der anderen Seite, wo das Essen allerdings nicht so berühmt war.

 

Gefahren: 55 km

Diesen Künstler trafen wir vor Ort. Er erzählte uns, dass seine Tochter in Siegen lebt und er dadurch mehrmals in Deutschland war.
Mit diesem Herrn haben wir uns so nett unterhalten, dass er uns zum Abschied ein Lied auf seiner Drehorgel gespielt hat. Er ist Jude und lebt noch in den Räumen.

Weitere Bilder findet Ihr in der Fotogalerie!

2017-09-17 – Bobrka bei Kapliczka

(PP GPS: N 49°24'58.5“ / E 22°26'30.1“)

Am nächsten Morgen nieselte es immer noch bzw. schon wieder. Wir wollten auf jeden Fall den letzten südlichsten Zipfel noch kennen lernen und beschlossen, ihn bei diesem schlechten Wetter evtl. nur abzufahren.

 

Es war eine herrliche Strecke mit vereinzelten kleinen Ortschaften und wenig Verkehr. 1973 wurde hier der Nationalpark Bieszczady von den damals umliegenden Ländern Slowakei, Ukraine und Polen gegründet. Auf einer Fläche von 27.000 Hektar leben hier noch Wölfe, Bären und Wildkatzen. Der Park gilt als das größte Raubtierrevier Europas.

In Ustrzyki Gorne – südlichster Punkt unserer Reise an der Grenze zur Ukraine – gibt es einen kleinen gemütlichen Campingplatz, den wir nach 84 km erreicht hatten.

 

Bei trockener Witterung wären wir sicherlich dort stehen geblie-ben, aber durch den Regen war uns die Wiese zu naß. Wir haben unsere Toiletten entsorgt, Wasser getankt und wollten bezahlen gehen, aber an der Rezeption war niemand, so dass wir ohne Bezahlung weiter gefahren sind (CP No.150 GPS:

N 49°06'28.8“ / E 22°39'07.2“).

Wir fuhren durch den Ort weiter, bis wir zu einem Parkplatz kamen, wo in den Sommermonaten Tretboote vermietet wurden.

 

Mit einem herrlichen Blick auf den See Ustjanowa Dolna fanden wir eine geschotterte Ecke, die trocken genug war. Auf jeden Fall bietet sich diese ganze Gegend ideal an für Wanderer. So richtig schön wurde das Wetter noch nicht. Zwischendurch kam mal die Sonne und schickte uns einen Regenbogen und für eine Abendstimmung wurde auch gesorgt.

 

Gefahren: 171 km

Letzte Etappe von Ustrzyki Gorne bis Nowa Sol - 804 km mit 7 Übernachtungsmöglichkeiten in 7 Tagen

2017-09-18 – Lezajsk

(PP GPS: N 50°16'12.6“ / E 22°24'22.7“)

Unser Ziel am nächsten Tag war das Schloss in Lancut. Bekannt ist das Schloss für seine außergewöhnlich schönen Innenräume, eine interessante Kutschenremise und ein Orchideenhaus.

 

Weil heute Montag ist, hatten wir freien Eintritt. Leider war das Orchideenhaus geschlossen. Bei der Strecke von 112 km fuhren wir hauptsächlich durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Überwiegend Obst und Gemüse wird hier angebaut.

In Lancut haben wir auf einem Parkstreifen neben Park und Schloß gestanden (GPS: N 50°04'14.9“ / E 22°14'19.8“).

Zum Übernachten war er allerdings nicht geeignet, da er an der Hauptverbindungsstraße liegt.

 

Knapp 40 km weiter sollte es einen Picknickplatz in Lezajsk im Wald (N 50°17'13.5“ / E 22°23'05.6“) geben. Dieser ist leider auch nicht zum Übernachten geeignet, sondern höchstens für eine kurze Pause.

 

Also fuhren wir ein paar Kilometer zurück und stellten uns gegen-über dem Bernhardinerkloster auf den großen Parkplatz mit festem Untergrund. Das Kloster hat eines der berühmtesten und größten Orgeln des Landes, die wir leider nicht mehr sehen konnten, weil das Kloster geschlossen war.

 

Gefahren: 157 km

Bilder vom Schloß Lancut findet Ihr in der Fotogalerie!

2017-09-19 – Zamosc

PP GPS: N 50°42'56.7“ / E 23°14'55.9“)

Am nächsten Morgen verabschiedete sich Gaby von uns. Sie wollte aus persönlichen Gründen früher zu Hause sein. Immer wieder standen am Wegrand Menschen mit gesammelten Pilzen und auch Bauern verkauften ihre Erträge.

 

Zamosc ist bekannt für farbenprächtige und reich verzierte Bürgerhäuser und seit 1992 zählt die Stadt zum Weltkulturerbe der Unesco und trägt den Beinamen „Padua des Ostens“.

 

Umgeben wird die Stadt von einer riesigen Befestigungsanlage, die aus sieben Bollwerken und drei Toren bestand. In der Mitte bildet der große Marktplatz das Zentrum, ringsherum die Laubenhäuser sowie Arkadengänge. Das Rathaus mit seinem 50 m hohen Uhrenturm ist Blickfang vom Markt aus. Im Laufe von Jahrhunderten siedelten sich hier Menschen von überall her an.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass es außer katholischen Kirchen auch eine Synagoge und eine orthodoxe Kirche gibt.

 

Gefahren: 132 km

2017-09-20 – Kazimierz Dolny

(GPS: N 51°19'35.3“ / E 21°57'03.7“)

Unsere Strecke führte uns zunächst durch die Stadt zurück, bis wir auf die Verbindungsstraße kamen. Zwischendurch kürzten wir den Weg ab und fuhren etwas abseits durch kleine Ortschaften.

 

Nicht immer war der Straßenbelag einwandfrei, es gab auch mal für kurze Strecken holprige Straßen. Am Zielort angekommen, stellten wir uns auf den Parkplatz, zahlten Parkgebühren in Höhe von 20 Zl= 5 € und fragten, ob wir über Nacht stehen bleiben könnten. Das war kein Problem.

Wettermäßíg nieselte es ein wenig, trotzdem machten wir einen Rundgang durch das Künstlerdorf, das unmittelbar an der Weichsel liegt.

 

Wegen seiner Lage ist der Ort beliebt für Ausflüge und Urlaubs-aufenthalte. Wir trafen bei unserem Rundgang einen Polen, der lange Jahre in München und Garmisch gearbeitet hat und dadurch gut deutsch sprach.

 

Er erzählte uns von dem Leid, das viele Anwohner in den Sommermonaten verspüren. In dieser Zeit kommen hier durch viele renommierte Veranstaltungen so viele Touristen an, dass es den Einheimischen unheimlich vorkommt. Ein kulturell-künstle-rischer Charakter gibt dem Ort seinen Charme.

Das Künstlerische im Ort hat mich dazu bewegt, eine handge-arbeitete Tonfigur zu erwerben, die wir in der Gruppe als Danke-schön für eine bestimmte Person mitbringen werden, damit sie diese Person für ihr weiteres Leben und bei all ihren Reisen mit dem Wohnmobil beschützen soll.

 

Gefahren: 153 km

Diese ca. 30 cm große Tonfigur mit Flügeln soll unser Sterne-Mitglied für ihren weiteren Lebensweg beschützen!

2017-09-21 – Piotrkow Trybunalski

(GPS: N 51°25'17.8“ / E 19°43'16.0“)

Der Regen hörte nich auf. Wir nutzten kurze Momente, um mit den Hunden Gassi zu gehen. Aber es machte keinen Spaß, irgend etwas zu unternehmen, zumal wir inzwischen auf der Rückreise sind. Wir ließen uns Zeit mit dem Frühstück, gingen auf der Strecke unterwegs in Radom beim OBI-Markt (GPS:

N 51°24'29.8“ / E 21°08'34.8“) einkaufen. Denn bei diesem Wetter fällt es leicht, Kleinigkeiten zu basteln und zu reparieren.

 

Wir nahmen uns eine maximal zu fahrende Kilometerstrecke vor und suchten dann nach einem möglichen Übernachtungsplatz. Wenn in unseren Verzeichnissen nichts zu finden ist, fahren wir vielleicht zweimal durch den Ort und haben dann oft die Chance, einen Platz zu finden.

 

So fanden wir durch Zufall einen Parkplatz. Später stellte sich heraus, dass es eine Endhaltestelle vom Bus war und an einem Sportplatz mit angeschlossenem Vereinslokal am Waldrand war. Wir standen ruhig und haben gut geschlafen.

 

Gefahren: 183 km

 

2017-09-22 – Opatowek b. Kalisz

(GPS: N 51°44'02.9“ / E 18°11'28.0“)

Wir frühstückten in aller Ruhe, denn wir hatten es nicht eilig. Auch hier gab es einen Obi und wir mußten kurz etwas umtauschen gehen. In der Nähe unseres Ziels in Kalisz befand sich ein See,den wir man erkunden wollten.

 

Leider gab es keine Möglichkeit, auf einigermaßen sauberem Wege ans Seeufer zu kommen. Wir nahmen die nächste Gelegenheit und standen ca. 12 km vor Kalisz auf einem Lkw-Parkplatz gegenüber einem großen Betriebsgelände von HELLENA*), ohne zu wissen, was dort produziert oder vertrieben wird. Direkt am Parkplatz lag noch ein großes Wiesengelände, das ideal für unsere Hunde war.

 

Und der Regen läßt nich nach. Wir haben uns unsere Stimmung mit selbst eingelegten Heringen und Pellkartoffeln in bester Laune behalten. Inzwischen haben wir uns schon angewöhnt, täglich einen „Absacker“ nach dem Essen zu uns zu nehmen, denn die angereicherten Wodka-Liköre von Soplica, die es in allen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Pflaume, Kirsche, Zitrone, Himbeere, Blaubeeren, Brombeeren, Quitten und Nuss gibt, sind vorzüglich und munden nach mehr.

 

Gefahren: 142 km

 

*) Nach Recherchen aus dem Internet ist es eine Firma, die Grundsubstanzen für Limonade herstellt.

 

2017-09-23 – Glogow (Glogau)

(GPS: N 51°40'10.3“ /E 16°04'24.9“)

Das Regenwetter hält jetzt schon den dritten Tag an und bei unserer Rückfahrt geht es nur noch darum, einen geeigneten trockenen Untergrund für die Übernachtung zu finden.

 

Landschaftlich gibt es auf den Strecken nichts mehr Besonderes. Was mir allerdings aufgefallen ist, alle Häuser mit Grundstück und Vorgärten haben individuelle meist künstlerisch gestaltete Umzäunungen in bunten Farben und aus den verschiedensten Materialien gebaut.

 

Am Archäologie-Museum direkt an der Oder gab es zwar Parkstreifen, aber sie waren alle mit Pkw besetzt. So sind wir ein paar Mal rumgefahren und haben jetzt hier an einem stillgelegten Bahngelände einen ruhigen Platz gefunden.

 

Gefahren: 171 km

 

2017-09-24 – Nowa Sol (Neusalz)

(GPS: N 51°48'06.9“ / E 15°43'30.3“)

Um zwei Tage dort stehen zu bleiben, war uns der Platz nicht interessant genug, also fuhren wir ein Stück weiter und kamen durch Zufall in Nowa Sol an einen großen Parkplatz direkt am Jachthafen an einem kleinen Arm der Oder.

 

Dieser Platz gefiel uns so gut, dass wir spontan meinten, hier könnte man das Wochenende verbringen. Ein Fischlokal vor Ort lud zum Fisch essen ein, was wir auch genutzt haben.

Am nächsten Tag machten wir uns zu einem Spaziergang auf, um einen 300 Jahre alten Platanenbaum zu finden. Leider vergeblich!

 

Vielleicht hätten wir in die andere Richtung gehen sollen. Stattdessen haben wir nicht nur einen großen Freizeitpark gesehen, sondern viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, wie z.B. Wasserski fahren, Klettergarten usw. Teilweise werden sie noch für die nächste Sommersaison weiter hergerichtet.

Über eine erhöhte Fußgängerbrücke kommt man zunächst in das ehemalige Salzlager auf dem Salzplatz, das Salzhaus mit dem Rathaus und vielen Kirchen sowie weiter zur Innenstadt.

 

Am Dienstag geht es dann weiter zur deutschen Grenze, nach dem wir ein paar polnische „Getränke“ eingekauft haben.

 

Gefahren: 37 km

Damit endet meine Berichterstattung von Polen!

Jederzeit gerne komme ich wieder hierhin und

erkunde weitere Gegenden!